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ProLeakLeckageortung & Bautrocknung

ProLeak Team
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Leckageortung: So läuft eine professionelle Ortung Schritt für Schritt ab

Vor dem Termin werden Schadenbild, Gebäudedaten und Leitungsverlauf telefonisch aufgenommen und der betroffene Strang wenn möglich abgesperrt, damit die Ortung mit einem definierten Anlagenzustand beginnen kann.

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Was muss vor dem Ortungstermin geklärt sein?

Die telefonische Anamnese klärt, seit wann Feuchte sichtbar ist, an welcher Stelle sie austritt und welche Sofortmaßnahmen bereits liefen. Diese Angaben entscheiden über die Auswahl der Messtechnik: Ein Kaltwasserschaden verlangt anderes Gerät als ein Heizungs- oder Warmwasserleck.

Zentraler Wert ist der Zählerstand über ein Zeitfenster von mindestens 2 Stunden bei geschlossenen Entnahmestellen. Bewegt sich das Zählwerk weiter, ist eine druckführende Leitung betroffen. Bleibt der Zähler ruhig, kommen Abwasser, drucklose Zirkulation, Abdichtung oder Kondensat in Betracht.

Ist die Versicherung bereits informiert und die Schadennummer vergeben, wird der Ortungsbericht später direkt dieser Nummer zugeordnet. Das erspart nachträgliches Zuordnen und beschleunigt die Abrechnung merklich.

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Was sollte der Kunde vor dem Termin selbst vorbereiten?

Der Kunde bringt am besten sechs Unterlagen zusammen: Grundriss, Installationsplan, Zählerstände über 2 Stunden, Fotos des Schadenbildes, Schadenmeldenummer der Versicherung und eine kurze Zeitleiste der Beobachtungen.

Grundriss und Installationsplan zeigen der Ortungsfachkraft, wo Steig- und Verteilleitungen verlaufen. Auch alte Baupläne mit Bleistift-Vermerken sind hilfreich; nichts davon muss neu erstellt werden. Bei Mehrfamilienhäusern liegen die Pläne meist beim Hausverwalter.

Die zwei Zählerstände im Abstand von 2 Stunden bei komplett geschlossenen Entnahmestellen sind eine der wertvollsten Vorbereitungen überhaupt. Steht der Zähler still, ist die Suche gezielt auf drucklose Systeme lenkbar. Läuft er weiter, ist eine Druckleitung nachweisbar defekt.

Fotos vom Schadenbild aus mehreren Perspektiven ersparen der Fachkraft Rückfragen und dokumentieren den Zustand vor der Ortung. Als Zeitleiste genügen wenige Stichpunkte: seit wann feucht, wann bemerkt, welche Maßnahmen bereits erfolgt.

  • Grundriss der betroffenen Etage, gerne mit Sockelleistenverlauf
  • Installationsplan der Trinkwasser- und Heizungsleitungen, falls vorhanden
  • Zwei Zählerstände im Abstand von mindestens 2 Stunden, Entnahmestellen geschlossen
  • Fotos des Schadenbildes aus mindestens 3 Perspektiven, mit Datum im Dateinamen
  • Schadennummer und Kontaktdaten der Wohngebäude- oder Hausratversicherung
  • Kurze Zeitleiste: Datum der ersten Feststellung, bereits erfolgte Maßnahmen
  • Kontaktdaten der Hausverwaltung, falls Mehrfamilienhaus
  • Angabe zum letzten Aussenwerkzeugreinigungstag der Heizungsanlage, falls Heizungsverdacht
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Wie läuft der Ortungstermin Minute für Minute ab?

Ein typischer Ortungstermin im Einfamilienhaus dauert zwischen 90 Minuten und 4 Stunden und lässt sich in sechs Phasen unterteilen: Ankunft, Aufnahme, Messphase, Punktortung, Fundbestätigung und Protokoll.

Die genannten Zeiten sind Erfahrungswerte für einen Wohnbau mit einer Etage und einem Schadenbereich. Bei mehreren Etagen, langen Leitungen oder komplizierten Aufbauten verlängert sich vor allem die Messphase entsprechend.

Wird das Leck im ersten Termin nicht sicher bestimmt, endet der Termin nicht ergebnislos, sondern mit einer belastbaren Hypothese und einem Plan für die zweite Runde. Auch dieser Zwischenstand geht in das Protokoll ein.

Wichtig ist die Reihenfolge: Erst hören, sehen und messen; dann bewerten; dann öffnen. Wer diese Reihenfolge umkehrt, öffnet ohne Grundlage und verlängert die spätere Trocknung durch unnötige Feuchteeinträge.

PhaseTypische DauerInhalt
1. Ankunft und Vorstellung5 bis 10 MinutenBegrüßung, kurze Wiederholung der Auftragslage, Zutritt zu allen Räumen
2. Aufnahme des Schadenbildes15 bis 30 MinutenSichtprüfung, Foto-Nullaufnahme, Übernahme der Kundenunterlagen
3. Messphase flächig30 bis 60 MinutenFeuchtekartierung, Leitungsortung, Absperrprüfung, Dichtheitsprüfung
4. Punktortung30 bis 90 MinutenZwei unabhängige Verfahren auf den vermuteten Bereich, Bestätigung
5. Fundbestätigung10 bis 20 MinutenKernbohrung oder Kleinöffnung, Sichtbestätigung, Foto der Fundstelle
6. Protokoll und Übergabe15 bis 30 MinutenHandschriftliches Protokoll vor Ort, Kurzbesprechung, nächste Schritte
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Wie startet die Ortung im Raum?

Die Ortung im Raum beginnt mit einer Sichtprüfung des Schadenbildes und einer flächigen dielektrischen Feuchtekartierung, aus der die Bereiche der höchsten Durchfeuchtung hervorgehen und die weitere Messkette geführt wird.

Zuerst wird das Schadenbild interpretiert: Wo steht Wasser, wo blüht Putz aus, wo lösen sich Sockelleisten, in welche Richtung zieht die Feuchtefahne. Danach wird die Fläche in einem Raster von 20 cm bis 50 cm mit dem dielektrischen Handgerät abgetastet.

Dielektrische Geräte zeigen keine Masse-Prozent, sondern relative Vergleichswerte in Skalenteilen. Für die Eingrenzung des Maximums reicht das völlig; entscheidend ist der Kontrast zu einer trockenen Referenzstelle im selben Material.

Parallel wird der Leitungsverlauf mit einem Sender-Empfänger-Set nachvollzogen und auf dem Boden markiert. Erst wenn Feuchtekarte und Leitungsverlauf übereinanderliegen, entsteht eine belastbare Arbeitshypothese für die spätere Punktortung.

PhaseZielTypisches Hilfsmittel
AnamneseSchadenart und Leitungssystem eingrenzenZählerstand, Pläne, Fotos
SichtprüfungSchadenbild und Feuchtefahne erfassenAuge, Endoskop bei Hohlräumen
FeuchtekartierungBereich der höchsten Durchfeuchtung findenDielektrisches Messgerät
LeitungsortungVerlauf und Tiefe der Rohre markierenSignalgenerator und Empfänger
EingrenzungBetroffenen Strang isolierenAbsperrventile, Dichtheitsprüfung
PunktortungSchadenstelle auf wenige Zentimeter festlegenSchall, Thermografie, Tracergas
FreilegungLeck sichtbar machenKernbohrung oder kleine Öffnung
DokumentationNachweis für Versicherer und HandwerkerMessprotokoll, Fotos, Lageplan
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Wie wird der betroffene Strang isoliert?

Isoliert wird der betroffene Strang, indem einzelne Leitungsabschnitte nacheinander abgesperrt werden und eine anschließende Dichtheitsprüfung den Druckabfall genau einem Teilstück zuordnet.

Das ZVSHK-Merkblatt zur Dichtheitsprüfung von Trinkwasser-Installationen kennt drei Prüfmedien: Druckluft, Inertgas und Wasser. Die Dichtheitsprüfung mit Luft arbeitet mit einem Prüfdruck von 150 hPa; die Belastungsprüfung mit maximal 3 bar bis Nennweite DN 50 und 1 bar bei größeren Nennweiten.

Die Mindestprüfzeit der Dichtheitsprüfung beträgt 120 Minuten je 100 Liter Leitungsvolumen und verlängert sich um 20 Minuten je weitere angefangene 100 Liter. Die hydrostatische Druckprüfung nach DIN EN 806-4 arbeitet bei metallenen Leitungen mit 11 bar über 30 Minuten.

Fällt der Druck ausschließlich in einem Abschnitt, ist die Suche auf wenige Meter Rohr reduziert. Genau dieser Zwischenschritt spart die große Zerstörung, weil die Punktortung nun eine sehr kleine Fläche abtasten muss.

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Nach welcher Reihenfolge werden die Verfahren eingesetzt?

Die Reihenfolge folgt dem Prinzip vom Groben zum Feinen und richtet sich nach dem Schadensbild: Kaltwasserleck über Schall vor Thermografie, Warmwasserleck über Thermografie vor Schall, drucklose Systeme über Prüfgas.

Anhaltender Wasserverbrauch bei geschlossenen Entnahmestellen deutet auf ein Trinkwasserleck hin. Erstes Verfahren ist dann meist die Körperschallortung, weil ein anstehender Druck ein charakteristisches Ausströmgeräusch erzeugt.

Wandfeuchte in unmittelbarer Nähe der Heizungsverteilung oder ein sinkender Anlagendruck deuten auf ein Heizungsleck hin. Bei Warmwasser und Heizung liegt die Thermografie vorne, weil ein Temperaturkontrast von wenigen Kelvin bereits ausreicht.

Feuchte am Estrichrand unter Bad oder Dusche ohne Druckverlust deutet auf einen Abdichtungsschaden oder drucklose Leitungen hin. Hier greifen zuerst Endoskopie und dann Prüfgas, weil Schall und Thermografie ohne Druck oder Temperaturkontrast versagen.

  • Kaltwasserleck mit anstehendem Druck: Schall zuerst, danach Thermografie zur Bestätigung
  • Warmwasser- oder Zirkulationsleck: Thermografie zuerst, danach Schall zur Bestätigung
  • Heizungsleck mit Druckverlust am Kessel: Thermografie, danach Farbtracer im Heizkreis
  • Fußbodenheizung mit vermutetem Rohrschaden: Thermografie unter Aufheizung, danach Prüfgas
  • Drucklose Leitung oder Abwasser: Endoskopie und Rauchtest, danach Prüfgas mit Formiergas
  • Flachdach mit Deckenfleck: separates Verfahren am Dach, siehe eigener Ratgeber
  • Erdverlegte Zuleitung: Bodenschall und Korrelation vor der Bauwerksmessung
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Wie wird die Fundstelle sicher bestätigt?

Bestätigt wird die Fundstelle erst dann, wenn zwei unabhängige Verfahren dieselbe Position anzeigen; erst dann rechtfertigt der Befund eine punktuelle Öffnung von typischerweise 20 cm mal 20 cm.

Bei druckführenden Leitungen liefert die Körperschallortung das Ausströmgeräusch. Bei Warmwasser und Heizung zeigt die Thermografie eine Wärmespur. Bei drucklosen oder nicht beschallbaren Leitungen wird Prüfgas eingesetzt.

Als Prüfgas dient in der Regel Formiergas aus 5 Volumenprozent Wasserstoff und 95 Volumenprozent Stickstoff. Wasserstoff diffundiert als kleinstes Molekül durch Estrich, Fliesenkleber und Belag und wird an der Oberfläche mit einem Handsensor angezeigt. In dieser Mischung ist das Gas nicht brennbar.

Widersprechen sich zwei Verfahren, wird nicht geöffnet, sondern nachgemessen. Der Grundsatz zählt mehr als der Zeitdruck, weil eine falsch platzierte Öffnung den Schadensfall unnötig vergrößert.

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Was passiert, wenn die erste Ortung nicht zum Ziel führt?

Führt die erste Ortung nicht zum Ziel, wird ein zweiter Termin mit einem sekundären Verfahren angesetzt und die Zwischenergebnisse werden im Protokoll festgehalten, damit keine Messung wiederholt werden muss.

Gründe für eine ergebnislose Erstortung sind meist physikalisch begründet: unregelmäßige Feuchtefahne durch weiche Dämmung, akustische Überlagerung durch Pumpen, verzweigte Heizkreise ohne Zugriff auf einzelne Absperrhähne. In solchen Fällen ist ein zweiter Anlauf effektiver als eine Vergrößerung der Öffnung.

Der Sekundärtermin startet mit dem Verfahren, das im ersten Termin fehlte. Wurde zuerst Schall eingesetzt, folgt Prüfgas nach Entleerung des Abschnitts. Wurde zuerst Thermografie versucht, folgt die Aufheizung des Warmwassers über die Nachtstunden und eine erneute Aufnahme in den Morgenstunden.

Grenzen bleiben: In vollständig verdeckten Aufbauten ohne Zugriff auf Absperrhähne und ohne Möglichkeit der Entleerung wird eine kontrollierte Bauteilöffnung notwendig. Sie ist dann jedoch begründet und begrenzt, nicht flächig.

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Was steht in einem belastbaren Ortungsprotokoll?

Ein belastbares Ortungsprotokoll enthält zehn Bausteine: Auftragsdaten, Schadenbild, angewandte Verfahren, Messwerte, Fundstelle mit Lageskizze, Fotos, Trocknungsempfehlung, verwendete Geräte, Wetterlage und Unterschrift.

Die Bausteine dienen zwei Zielen: Der Versicherer prüft, ob die Leistung fachgerecht erbracht wurde. Der Installateur bekommt die Vorlage für die Reparatur mit Position und Umfang der Öffnung.

Ohne Protokoll ist eine Ortung wenig wert. Der eigentliche Fund ist eine Momentaufnahme; erst die schriftliche Dokumentation macht ihn nachträglich prüfbar und abrechenbar.

Als Formatvorlage genügt ein zweiseitiges Formular. Wichtiger als Layout ist Vollständigkeit: Fehlt die Wetterlage, entfällt später das Argument gegen einen Nachbarn, dessen Dach undicht sein könnte.

BausteinInhaltWozu benötigt
AuftragsdatenAuftraggeber, Schadennummer, AnfahrtsdatumZuordnung zur Versicherungsakte
SchadenbildKurzbeschreibung und Foto-NullaufnahmeBeweis des Zustandes bei Ankunft
VerfahrenListe aller eingesetzten VerfahrenNachweis der Sorgfaltspflicht
MesswerteFeuchtewerte, Druckwerte, TemperaturenObjektive Grundlage der Entscheidung
FundstellePosition im Raum, Lageskizze mit MassenVorlage für die Reparatur
FotosFund vor und nach der ÖffnungBeweis der Fundstelle
TrocknungsempfehlungUmfang, Verfahren, geschätzte DauerBeauftragung der Trocknung
GeräteHersteller, Typ, letzte KalibrierungNachweis der Messfähigkeit
WetterlageAußentemperatur und Feuchte am TerminWichtig bei Verdacht auf Kondensat
UnterschriftOrtungsfachkraft und KundeRechtsverbindliche Übernahme
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Was folgt nach der Ortung für Reparatur, Trocknung und Versicherung?

Nach der Ortung folgen drei getrennte Abläufe: die Reparatur der Leitung durch einen Installationsbetrieb, die technische Trocknung des Bauteils und die Weitergabe des Ortungsprotokolls an die Versicherung.

Die Reparatur bearbeitet der Installateur, dessen Terminfähigkeit die Gesamtdauer stark beeinflusst. Sinnvoll ist eine Koordination direkt nach der Ortung, damit die Öffnung nicht mehrfach hergestellt werden muss.

Die Trocknung wird nicht nach Gefühl bemessen, sondern nach Feuchtekarte und Aufbau. Das WTA-Merkblatt 6-16 regelt die Kette aus Voruntersuchung, Leckortung, Ermittlung der Feuchteverteilung und Sanierungskonzept einschließlich Erfolgskontrolle.

Zeit ist der kritische Faktor. Der Schimmelleitfaden des Umweltbundesamtes beschreibt anhaltende Feuchte als Voraussetzung für Schimmelbefall. Je kürzer die Nassphase, desto geringer das Risiko einer zusätzlichen mikrobiellen Sanierung.

  • Messprotokoll digital an den Versicherer weitergeleitet, in der Regel am Ortungstag
  • Kopie des Protokolls an den Installateur mit Bitte um Reparaturangebot
  • Trocknungsangebot getrennt anfragen, mit Angabe von Verfahren und Prognose
  • Nach der Reparatur: Nachprüfung des Strangs mit Druckluft oder Wasser
  • Vor dem Wiederaufbau: Nachweis der Belegreife per hygrometrischer Messung oder CM-Messung
  • Alle Rechnungen und Zählerstände dem Versicherer im gleichen Vorgang übersenden
  • Bei größerem Schaden: Fotoserie der Trocknungswoche für die Akte anlegen

Häufige Fragen

Wie lange dauert eine Leckageortung im Einfamilienhaus?
Ein einfacher Ortungstermin im Einfamilienhaus dauert zwischen 90 Minuten und 4 Stunden. Bereits die Dichtheitsprüfung mit Luft nimmt eine Mindestzeit von 120 Minuten je 100 Liter Leitungsvolumen in Anspruch.
Muss das Wasser während der Ortung abgestellt bleiben?
Für die Druckprüfung muss der geprüfte Abschnitt abgesperrt bleiben, die übrige Installation kann in der Regel weiter genutzt werden. Für die Schallortung ist dagegen ein anstehender Betriebsdruck erforderlich, weil das Ausströmgeräusch sonst fehlt.
Was kann ich vor dem Termin selbst tun?
Notieren Sie zwei Zählerstände im Abstand von 2 Stunden bei geschlossenen Entnahmestellen und machen Sie Fotos vom Schadenbild. Halten Sie den Zugang zu Absperrventilen, Verteiler und Zähler frei.
Wird bei der Ortung schon repariert?
Nein. Ortung und Reparatur sind zwei getrennte Leistungen. Die Ortung legt die Schadenstelle punktgenau fest und dokumentiert sie; die Instandsetzung selbst führt ein Installationsbetrieb aus.
Was kostet ein zweiter Ortungstermin?
Ein zweiter Termin wird meist als Fortsetzung des ersten abgerechnet und fällt günstiger aus, weil Anfahrt und Erstmessung entfallen. Verlässlich kalkulieren lässt er sich erst nach dem ersten Termin, weil erst dann feststeht, welches sekundäre Verfahren gebraucht wird.
Kann ich die Ortung ablehnen und direkt reparieren lassen?
Rechtlich möglich, wirtschaftlich meist ungeschickt. Ohne Ortung sucht der Installateur mit Meißel und Erfahrung, was regelmäßig zu einem Vielfachen des Wiederaufbauaufwands führt und den Anspruch auf verhältnismäßige Schadensbeseitigung schwächt.
Wie viele Ortungstermine sind maximal sinnvoll?
In der Regel reichen zwei Termine aus. Führt auch ein zweiter Termin mit sekundärem Verfahren nicht zum Ziel, wird gemeinsam mit dem Versicherer über eine kontrollierte Bauteilöffnung als nächster Schritt entschieden.
Was passiert, wenn gar kein Leck gefunden wird?
Auch die Feststellung, dass die Installation dicht ist, ist ein belastbares Ergebnis. In diesem Fall wandert die Suche zu anderen Ursachen: Kondensat an kalten Leitungen, Abdichtungsschaden im Nassbereich, Nachbarwohnung oder Regenwassereintritt am Fenster.

Quellen

  1. [1]Merkblatt Dichtheitsprüfungen von Trinkwasser-Installationen mit Druckluft, Inertgas oder WasserZentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK)
  2. [2]Dichtheitsprüfungen von Trinkwasser-Installationen — Prüfdrücke und PrüfzeitenHaustec, Fachmagazin für Gebäudetechnik
  3. [3]WTA-Merkblatt 6-16: Technische Trocknung durchfeuchteter Bauteile — Planung, Ausführung und KontrolleWissenschaftlich-Technische Arbeitsgemeinschaft für Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege (WTA)
  4. [4]Leitfaden zur Vorbeugung, Erfassung und Sanierung von Schimmelbefall in GebäudenUmweltbundesamt (UBA)
  5. [5]Ursachenstatistik Leitungswasserschäden 2024, Auswertung 2015 bis 2024Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer (IFS)
  6. [6]Leitungswasser verursacht den höchsten Schadenaufwand in der WohngebäudeversicherungGesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV)
  7. [7]DIN 1988-100: Technische Regeln für Trinkwasser-Installationen — Schutz des TrinkwassersDIN Media, Deutsches Institut für Normung

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