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Bautrocknung: Kosten für Geräte, Strom und Sanierung realistisch gerechnet
Eine professionelle Trocknung nach einem Leitungswasserschaden kostet in der Summe aus Gerätemiete, Aufbau, Messungen und Strom typischerweise 500 bis 3.000 Euro, abhängig von Fläche, Bodenaufbau und Laufzeit.
Was kostet eine Bautrocknung insgesamt?
Die Rechnung setzt sich aus vier Posten zusammen: Gerätemiete pro Tag, einmalige Anfahrt und Aufbau, wiederkehrende Feuchtemessungen und der Strom, der über Ihren Zähler läuft.
Am Markt beginnt die Miete für ein einzelnes Kondensgerät bei rund 9,90 Euro pro Tag, Adsorptionstrockner starten bei etwa 14,90 Euro pro Tag. Fachbetriebe rechnen häufig mit 18,50 bis 95 Euro pro Gerät und Tag inklusive Betreuung.
Alle Angaben sind Marktspannen aus öffentlich zugänglichen Preisübersichten und keine Preise von ProLeak.
Wie viel Strom verbraucht ein Bautrockner pro Tag?
Trocknungsgeräte haben eine Leistungsaufnahme zwischen 300 W und 2.100 W und verbrauchen im Dauerbetrieb über 24 Stunden entsprechend 7,2 bis 50 kWh pro Tag.
Ein üblicher Kondenstrockner für Wohnräume liegt bei etwa 600 W. Rechnerisch wären das 14,4 kWh pro Tag, real liegt der Verbrauch dank Hygrostat-Steuerung eher bei 8 bis 10 kWh pro Tag.
Der Unterschied ist wichtig für Ihre Erwartung an die Stromrechnung. Geräte, die nur bei Bedarf takten, verbrauchen deutlich weniger, als die Typenschildleistung vermuten lässt.
| Gerätegröße | Leistungsaufnahme | Verbrauch je Tag (24 Stunden) | Stromkosten je Tag bei 37,0 ct/kWh |
|---|---|---|---|
| Kleines Gerät | 300 W | 7,2 kWh | rund 2,66 € |
| Kondenstrockner Wohnraum, getaktet | ca. 600 W | 8–10 kWh | 2,96–3,70 € |
| Mittleres Gerät | 1.000 W | 24 kWh | rund 8,88 € |
| Großes Gerät | 2.100 W | 50 kWh | rund 18,50 € |
Was kostet der Strom über die gesamte Trocknungsdauer?
Bei einem Haushaltsstrompreis von 37,0 ct/kWh kostet ein mittleres Gerät mit 1.000 W rund 8,88 Euro am Tag, also etwa 124 Euro in 14 Tagen — bei zwei Geräten verdoppelt sich der Betrag entsprechend.
Der BDEW weist für 2026 einen durchschnittlichen Haushaltsstrompreis von 37,0 ct/kWh aus, nach 39,3 ct/kWh im Vorjahr. Rechnen Sie mit Ihrem eigenen Arbeitspreis, wenn Sie ihn kennen; Abweichungen von mehreren Cent sind normal.
Die Laufzeit ist der zweite Hebel. Ein Leitungswasserschaden in Wandputz und Estrichoberfläche ist oft nach einigen Tagen bis zwei Wochen trocken, durchfeuchteter Beton oder Estrich mit Dämmschichtbeteiligung braucht vier bis acht Wochen.
Für eine erste Schätzung multiplizieren Sie: Geräteleistung in kW mal 24 Stunden mal Arbeitspreis mal Anzahl der Tage mal Anzahl der Geräte.
| Szenario | Geräte | Laufzeit | Stromkosten gesamt bei 37,0 ct/kWh |
|---|---|---|---|
| Kleiner Wandschaden | 1 Gerät mit 300 W | 10 Tage | rund 27 € |
| Wohnungsschaden | 2 Geräte mit 1.000 W | 14 Tage | rund 249 € |
| Estrich mit Dämmschicht | 2 Geräte mit 2.100 W | 28 Tage | rund 1.036 € |
Wann lohnt sich ein Adsorptionstrockner statt eines Kondenstrockners?
Ein Adsorptionstrockner lohnt sich in unbeheizten und kalten Räumen unter etwa 15 °C, weil die Kondensationstechnik dort kaum noch Wasser aus der Luft holt und die Trocknungszeit unnötig lang wird.
Kondenstrockner kühlen die angesaugte Luft unter den Taupunkt und sammeln das Kondensat. Das funktioniert gut in bewohnten, temperierten Räumen und ist dort die günstigere Lösung.
Adsorptionstrockner binden die Feuchte an einem Trockenmittel und arbeiten deshalb auch bei niedrigen Temperaturen. Die höhere Tagesmiete ab rund 14,90 Euro relativiert sich, wenn die Trocknung dadurch mehrere Tage früher endet.
Die Entscheidung sollte nicht nach Bauchgefühl fallen, sondern nach Raumtemperatur, Luftfeuchte und Bauteilaufbau. Ein Trocknungsprotokoll mit Messwerten macht sie nachvollziehbar.
Wer trägt die Stromkosten der Trocknung?
Bei einem versicherten Leitungswasserschaden gehören die Stromkosten der Trocknung zu den ersatzfähigen Aufwendungen des Versicherungsnehmers, und in der Mietwohnung schuldet der Vermieter dem Mieter den Ersatz nach § 555a Absatz 3 BGB.
Die Geräte laufen über den Zähler des Nutzers, während die Ursache im Gebäude liegt. Deshalb ist die Erstattung der Regelfall — sie muss aber belegt werden.
Lesen Sie den Zählerstand vor dem Aufstellen der Geräte ab und fotografieren Sie ihn. Notieren Sie Anzahl, Typ und Leistung der Geräte sowie Beginn und Ende des Betriebs.
Nach § 555a Absatz 3 BGB können Mieter auf Verlangen einen Vorschuss verlangen. Das ist sinnvoll, wenn die Trocknung über mehrere Wochen läuft und der Abschlag an den Stromversorger steigt.
Was kosten typische Trocknungsszenarien wie Estrichdämmschicht 30 m² oder Raumtrocknung 20 m²?
Eine Estrichdämmschichttrocknung von 30 m² über 3 Wochen kostet am Markt mit Gerätemiete, Aufbau, Messungen und Strom typischerweise 1.400 bis 2.600 Euro, eine Raumtrocknung von 20 m² über 10 Tage rund 350 bis 800 Euro.
Der Unterschied kommt vom Verfahren. Bei der Estrichdämmschichttrocknung wird über Kernbohrungen in den schwimmenden Estrich Luft in die Dämmschicht gedrückt oder aus ihr abgesaugt — dazu braucht es Turbinen, Filter, Schläuche und deutlich mehr Elektroleistung.
Die Raumtrocknung ist der einfachere Fall. Ein oder zwei Kondenstrockner ziehen die Feuchte aus der Raumluft, die aus Putz und Estrichoberfläche in die Luft diffundiert — hier reichen kleine Geräte und wenig Aufbau.
Beide Szenarien kombinieren sich häufig zu einer Rechnung. Für einen Bad-Schaden mit durchfeuchtetem Verbundestrich und feuchten Wänden werden Dämmschichttrocknung und Raumtrocknung parallel gefahren, die Positionen stehen dann nebeneinander auf der Schlussrechnung.
| Szenario | Aufbau und Geräte | Laufzeit | Rechnungssumme am Markt |
|---|---|---|---|
| Estrichdämmschicht 30 m² Unterdruck | 2 Seitenkanalverdichter, 4 Kernbohrungen, HEPA-Filter | 3 Wochen | 1.400–2.600 € |
| Raumtrocknung 20 m² Wohnraum | 2 Kondenstrockner mit 600 W | 10 Tage | 350–800 € |
| Badezimmer 8 m² Verbundestrich | 1 Adsorptionstrockner, 1 Ventilator | 14 Tage | 600–1.200 € |
| Keller 50 m² nach Rückstau | 1 Adsorptionstrockner 2.100 W, 2 Umluftgeräte | 4 Wochen | 2.200–4.000 € |
Wie kalkulieren Trocknungsbetriebe eine Rechnung im Detail?
Trocknungsbetriebe kalkulieren die Rechnung aus fünf Bausteinen: einmalige Anfahrt und Aufbau, tägliche Gerätemiete, wiederkehrende Feuchtemessungen mit Protokoll, Abbau und Endmessung sowie die separat abgerechneten Stromkosten des Auftraggebers.
Der Aufbau kostet am Markt zwischen 150 und 400 Euro netto und umfasst Anfahrt, Aufstellung, Anschluss und Einregelung der Geräte. Bei Estrichdämmschichttrocknung kommen 60 bis 120 Euro netto pro Kernbohrung dazu, die später wieder zu schließen sind.
Die tägliche Gerätemiete des Fachbetriebs liegt inklusive Betreuung bei 18,50 bis 95 Euro netto pro Gerät und Tag. Zwischenmessungen mit CM-Feuchtemessung oder Elektroden werden häufig mit 60 bis 150 Euro netto pro Termin abgerechnet.
Der Abbau am Ende kostet ähnlich viel wie der Aufbau. Eine Endmessung mit dokumentierten Werten für Estrich, Putz und Dämmung ist zwingend — sie ist der Nachweis, dass die Trocknung nach anerkannten Regeln der Technik abgeschlossen wurde.
| Rechnungsposition | Typische Spanne am Markt | Was sie umfasst |
|---|---|---|
| Anfahrt und Aufbau | 150–400 € netto | Anfahrt, Aufstellung, Anschluss, Einregelung |
| Kernbohrungen für Dämmschicht | 60–120 € netto pro Bohrung | Bohrung, Schließen mit Reparaturmörtel |
| Gerätemiete Fachbetrieb | 18,50–95 € netto pro Gerät und Tag | Gerät plus Betreuung, Filterwechsel |
| Zwischenmessung mit Protokoll | 60–150 € netto pro Termin | CM-Messung Estrich, Elektroden Wand, Fotoprotokoll |
| Abbau und Endmessung | 150–400 € netto | Abbau, Reinigung, Endmessung, Übergabeprotokoll |
| Stromkosten des Auftraggebers | Nach Zählerdifferenz | Wird separat abgerechnet oder erstattet |
Was ist bei belegtem Estrich, Denkmalschutz und Neubaurestfeuchte zu beachten?
Bei belegtem Estrich mit Fliesen oder Parkett verlängert sich die Trocknungszeit deutlich, im Denkmalschutz sind zerstörungsfreie Verfahren zwingend, und Neubaurestfeuchte ist ein anderer Fall als ein Schaden — sie ist keine Versicherungsleistung, sondern Aufgabe des Bauherrn oder Bauträgers.
Ein belegter Estrich hält Feuchtigkeit unter dem Belag zurück und muss langsamer trocknen, um Aufwölbungen und Ablösungen des Belags zu vermeiden. Praxisüblich sind 4 bis 8 Wochen mit sanft geregelter Temperatur und niedriger Turbinenleistung.
Denkmalgeschützte Bauteile dürfen ohne Rücksprache mit der Denkmalbehörde nicht bohrungsinvasiv getrocknet werden. Die Estrichdämmschichttrocknung mit Kernbohrungen scheidet dann aus, es bleiben Raumtrocknung, Warmluftverfahren und flächige Adsorption über längere Laufzeiten.
Neubaurestfeuchte im frisch aufgebrachten Estrich ist ein Feuchtezustand, kein Schadensfall. Nach WTA-Merkblatt 6-16 und DIN 4108-3 sind hier die Trocknungsplanung des Bauleiters und die CM-Feuchtemessung vor Belegreife entscheidend — die Rechnung geht an den Bauträger, nicht an eine Versicherung.
- Belegter Estrich mit Fliesen oder Parkett: 4 bis 8 Wochen sanfte Trocknung, um den Belag nicht zu beschädigen.
- Denkmalschutz: keine Kernbohrungen ohne Freigabe der Denkmalbehörde, längere Laufzeiten einplanen.
- Neubaurestfeuchte: kein Versicherungsfall, Bauträger oder Bauherr ist Kostenträger.
- Massivholzdecken: nur mit erfahrenem Sachverständigen, Rissbildung durch zu schnelle Trocknung ist ein reales Risiko.
- Kirchen und historische Gemäuer: Adsorptionstrocknung über Monate, häufig unter Nutzung während des Betriebs.
Wer trägt welche Position der Trocknungsrechnung?
Bei einem versicherten Leitungswasserschaden trägt die Wohngebäudeversicherung Aufbau, Gerätemiete, Messungen und Abbau, der Nutzer trägt zunächst den Strom und erhält ihn erstattet, in der WEG folgt die Zuordnung der Teilungserklärung und beim Neubauschaden ist der Bauträger Kostenträger.
Die GDV-Musterbedingungen VGB 2022 nennen in Abschnitt A ausdrücklich Aufräum-, Bewegungs- und Schutzkosten sowie Kosten für die Trocknung als versicherte Kostenblöcke. Diese Aufzählung deckt die typische Rechnung eines Trocknungsbetriebs Position für Position ab.
Für den Strom bleibt es beim § 555a Absatz 3 BGB in der Mietwohnung und bei § 82 in Verbindung mit § 85 VVG in der eigenen Immobilie. Der Nutzer zahlt zuerst und dokumentiert den Verbrauch — die Erstattung folgt gegen Vorlage der Zählerdifferenz.
In der WEG ist die Trocknung des Gemeinschaftseigentums Sache der Gemeinschaft und läuft über deren Gebäudeversicherung. Betrifft die Trocknung ausschließlich Sondereigentum, trägt der einzelne Eigentümer die Rechnung — die Grenze verläuft auch hier am ersten Absperrventil.
| Position | Wer trägt sie | Grundlage |
|---|---|---|
| Aufbau, Gerätemiete, Messungen, Abbau | Wohngebäudeversicherung | VGB 2022 Abschnitt A in Verbindung mit § 85 VVG |
| Strom des Auftraggebers | Nutzer, wird gegen Nachweis erstattet | § 82 VVG bei Eigentümer, § 555a Absatz 3 BGB in Mietwohnung |
| Trocknung im WEG-Gemeinschaftseigentum | Gemeinschaft über deren Gebäudeversicherung | Teilungserklärung, § 16 WEG |
| Trocknung im WEG-Sondereigentum | Einzelner Eigentümer | Grenze am ersten Absperrventil |
| Neubaurestfeuchte | Bauträger oder Bauherr | Kein Versicherungsfall, Werkvertragsrecht |
| Kernbohrungen und Rückbau | Wohngebäudeversicherung, wenn Folge des Schadens | Versicherte Wiederherstellungskosten |
Welche Feuchtemesswerte müssen am Ende der Trocknung erreicht sein?
Der Zielwert der Trocknung folgt aus DIN 4108-3 und DIN 18560 und liegt bei Zementestrich bei höchstens 2,0 CM-% (mit Fußbodenheizung 1,8 CM-%) und bei Calciumsulfatestrich bei höchstens 0,5 CM-% (mit Fußbodenheizung 0,3 CM-%).
Die CM-Feuchtemessung ist das für Belegreife anerkannte Verfahren nach DIN 18560. Sie zerkleinert eine Materialprobe aus dem Estrich, mischt sie mit Calciumcarbid und misst den Druckanstieg in einer geschlossenen Flasche — daraus ergibt sich der Feuchtegehalt in Masseprozent.
Für Bodenbeläge gelten strengere Grenzwerte. Auf Zementestrich mit Fliesen oder Parkett sind höchstens 0,3 CM-% zulässig, für Parkett auf Estrichen mit einer Dicke über 65 mm dagegen bis zu 0,5 CM-%.
Der Endmesswert steht im Übergabeprotokoll und ist Ihr Nachweis, dass die Trocknung nach anerkannten Regeln der Technik abgeschlossen ist. Ohne dokumentierten Endwert riskieren Sie Belagsschäden und Streit mit dem Bodenleger — nur mit Wert unter Grenzwert darf verlegt werden.
| Bauteil oder Belag | Grenzwert für Belegreife | Verfahren |
|---|---|---|
| Zementestrich beheizt, ohne Sonderbelag | 1,8 CM-% | CM-Messung nach DIN 18560 |
| Zementestrich unbeheizt, ohne Sonderbelag | 2,0 CM-% | CM-Messung nach DIN 18560 |
| Calciumsulfatestrich beheizt | 0,3 CM-% | CM-Messung nach DIN 18560 |
| Calciumsulfatestrich unbeheizt | 0,5 CM-% | CM-Messung nach DIN 18560 |
| Parkett auf Zementestrich bis 65 mm Dicke | 0,3 CM-% | CM-Messung, Grenzwert nach DIN 18356 |
| Parkett auf Zementestrich über 65 mm Dicke | 0,5 CM-% | CM-Messung, Grenzwert nach DIN 18356 |
| Fliesen auf Zementestrich | 0,3 CM-% | CM-Messung, Grenzwert nach DIN 18352 |
| Wandputz Innenraum | Ausgleichsfeuchte etwa 1 Masse-% | Elektroden-Widerstandsmessung, Darr-Vergleich |
Häufige Fragen
- Kann ich die Geräte nachts ausschalten, um Strom zu sparen?
- Nein. Die Trocknung arbeitet über ein Feuchtegefälle, das bei jeder Unterbrechung zusammenbricht. Abschalten verlängert die Gesamtdauer und erhöht damit die Kosten, statt sie zu senken.
- Wie lange dauert eine Trocknung nach einem Wasserschaden?
- Oberflächlich durchfeuchtete Bauteile sind meist in einigen Tagen bis zwei Wochen trocken. Beton und Estrich brauchen vier bis acht Wochen, bei Dämmschichtbeteiligung entsprechend länger.
- Zahlt die Versicherung auch die Gerätemiete?
- Bei einem versicherten Leitungswasserschaden gehören Gerätemiete und Strom in der Regel zu den ersatzfähigen Kosten. Holen Sie vor der Beauftragung die Freigabe des Versicherers ein.
- Muss ich die Trocknungsgeräte in der Mietwohnung dulden?
- Ja. Nach § 555a Absatz 1 BGB müssen Sie Erhaltungsmaßnahmen dulden, dazu gehören Trocknungsgeräte. Für den Stromverbrauch schuldet Ihnen der Vermieter nach § 555a Absatz 3 BGB Aufwendungsersatz und auf Verlangen einen Vorschuss.
- Wie erkenne ich, ob mein Trocknungsbetrieb sauber arbeitet?
- An drei Zeichen: Er misst vor Beginn den Zählerstand, dokumentiert jede Zwischenmessung mit Datum und Wert, und er übergibt am Ende ein Protokoll mit Endmesswerten unter den Grenzwerten von DIN 4108-3 und DIN 18560.
- Was passiert, wenn die Trocknung länger als geplant dauert?
- Die Miete läuft weiter, aber der Betrieb schuldet Ihnen eine Erklärung. Häufige Gründe sind ein verkannter Wandschaden, eine belastete Dämmschicht oder eine defekte Turbine — jeder Grund gehört ins Protokoll und muss Ihnen und dem Versicherer nachvollziehbar gemacht werden.
- Kann ich die Trocknung mit einem eigenen Haushaltsentfeuchter beschleunigen?
- Nein. Haushaltsentfeuchter haben in der Regel weniger als 300 W Leistung und keine kontrollierte Steuerung — sie greifen in den Regelkreis der Fachgeräte ein und verfälschen die Feuchtemessung. Damit gefährden Sie den Nachweis der ordnungsgemäßen Trocknung.
Quellen
- [1]BDEW-Strompreisanalyse — Haushaltsstrompreis 2026 bei 37,0 ct/kWhBundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW)
- [2]Wasserschaden: Worauf es bei der Trocknung ankommt — Leistungs- und VerbrauchswerteEnBW Energie Baden-Württemberg AG
- [3]Bautrocknung: Kosten pro Tag für Geräte und StromTreimAir Bautrockner-Verleih
- [4]§ 555a BGB — Erhaltungsmaßnahmen, Aufwendungsersatz und VorschussBundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de
- [5]WTA-Merkblatt 6-16: Technische Trocknung durchfeuchteter Bauteile — Planung, Ausführung und KontrolleWissenschaftlich-Technische Arbeitsgemeinschaft für Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege (WTA)
- [6]Allgemeine Wohngebäude Versicherungsbedingungen (VGB 2022 — Wohnflächenmodell), MusterbedingungenGesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV)
- [7]Richtlinien zur Leitungswasserschaden-Sanierung, VdS 3150 : 2025-01, Vorgaben zur TrocknungVdS Schadenverhütung GmbH
- [8]DIN 4108-3 — Klimabedingter Feuchteschutz im Hochbau, Ausgabe 2024-03Deutsches Institut für Normung, Baunormenlexikon
- [9]BBSR-Nutzungsdauern von Bauteilen für Lebenszyklusanalysen — Estrich als Verschleißboden ≥ 50 JahreBundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)