Zum Inhalt springen
ProLeakLeckageortung & Bautrocknung

ProLeak Team
Verantwortlich: Josef Tatousian
Stand

Leckageortung Groß-Gerau und Untermain: Ortung, Bericht und Trocknung

ProLeak übernimmt die Leckageortung in Groß-Gerau und Untermain: Josef Tatousian grenzt die Ursache mit Feuchtemessung und geeigneten Ortungsverfahren ein, dokumentiert den Befund und übernimmt bei Bedarf die Bautrocknung. Der Betrieb sitzt in Wiesbaden; Einsätze werden für das jeweilige Objekt vereinbart.

01

Wie hilft ProLeak bei einem Wasserschaden in Groß-Gerau und Untermain?

Für die erste Einschätzung helfen diese Angaben: Ort, betroffene Etage und ob Wasser auch bei trockenem Wetter nachkommt. Fotos des sichtbaren Schadens und vorhandene Baupläne erleichtern die Vorbereitung. Termin, Zugang und Leistungsumfang werden vor dem Einsatz abgestimmt.

Ortung und Reparatur sind getrennte Leistungen: ProLeak lokalisiert und dokumentiert den Schaden. Notwendige Öffnungen, Rohrreparaturen und Wiederherstellung übernimmt bei Bedarf ein Kooperationsbetrieb. Ob die Versicherung Kosten erstattet, richtet sich nach Vertrag und Schadenursache.

02

Warum ist die Wasserhärte in diesem Korridor überall fast gleich?

Weil der ganze Streifen zwischen Flörsheim und Groß-Gerau aus einem einzigen Grundwasserkörper versorgt wird: dem Hessischen Ried — Kelsterbach und Flörsheim messen beide 19,0 Grad deutscher Härte, obwohl 15 Kilometer und eine Kreisgrenze zwischen ihnen liegen.

Das ist der auffälligste Unterschied zum Taunusrand nur wenige Kilometer nordwestlich. Dort trennen Buntsandstein und Devonschiefer die Versorgungszonen so kleinräumig, dass innerhalb einer Stadt 5 und 23 Grad deutscher Härte nebeneinander vorkommen.

Hier fördert Hessenwasser aus bis zu 100 Meter tiefen Brunnen im Ried und verteilt über eine zentrale Transportleitung, die Riedleitung. Was am Übergabeschacht ankommt, ist deshalb über Gemeindegrenzen hinweg dasselbe Wasser.

Für die Ortung heißt das: Wir müssen die Härte hier nicht adressweise klären, sondern können mit einem einheitlichen Erwartungswert an die Anlage gehen. Das verkürzt die Vorklärung, verschiebt die Aufmerksamkeit aber auf die Bauteile — bei durchgehend hartem Wasser ist der Warmwasserkreis der wahrscheinlichere Schadensort als die Kaltwasserleitung.

OrtVersorger / HerkunftGesamthärteHärtebereich
KelsterbachHessenwasser, Übergabeschacht West19,0 °dH (3,39 mmol/l)hart
Flörsheim am MainHessenwasser über die Riedleitung19,0 °dHhart
Groß-GerauWasserwerk Gerauer Land, eigene Brunnenrund 17 °dHhart
TreburWasserwerk Gerauer Landrund 17 °dHhart
NauheimWasserwerk Gerauer Landrund 17 °dHhart
BüttelbornWasserwerk Gerauer Landrund 17 °dHhart
Mörfelden-WalldorfStadtwerke Mörfelden-WalldorfGrenzbereichmittel bis hart
Balkendiagramm: Wasserhärte in 20 Städten des Rhein-Main-Gebiets in Grad deutscher Härte, eingeteilt in weich (unter 8,4), mittel (8,4 bis 14) und hart (über 14). Hervorgehoben ist dem Kreis Groß-Gerau und am Untermain.
Abbildung: Wasserhärte im Rhein-Main-Gebiet — Werte aus der Tabelle oben, Quelle in der Grafik.

Aus der Praxis

Für Raunheim und Bischofsheim haben wir online keinen aktuellen Wert des jeweiligen Versorgers gefunden. Verzeichnisseiten nennen für dieselbe Postleitzahl Werte, die um mehr als ein Grad auseinanderliegen — fragen Sie den Versorger für Ihre Adresse direkt ab, statt sich darauf zu stützen.

— Josef Tatousian, Inhaber und ausführender Fachmann
03

Was bedeutet hartes Ried-Wasser für die Warmwasserleitung?

Ab etwa 60 Grad Celsius fällt der Kalk aus dem Wasser aus und setzt sich als Kesselstein ab — die Stadtwerke Mörfelden-Walldorf nennen genau diese Temperatur als Grenze, unterhalb derer sich die Abscheidung weitgehend vermeiden lässt.

Die Härtebildner sind Calcium und Magnesium. Die Kelsterbacher Analyse vom Juni 2025 weist 107 Milligramm Calcium und 17,5 Milligramm Magnesium je Liter aus, Flörsheim 109 und 16,4 — praktisch identisch.

Solange das Wasser kalt bleibt, bleiben diese Ionen gelöst. Erst die Erwärmung verschiebt das Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht, und der Kalk schlägt sich dort nieder, wo es am heißesten ist: im Speicher, im Wärmetauscher und in den ersten Metern der Warmwasserleitung.

Der Schaden entsteht selten am Belag selbst, sondern an dem, was er verdeckt. Eine zugesetzte Zirkulationsleitung erhöht den Druck vor der Engstelle, und undicht wird dann die schwächste Verbindung im Kreis — nicht die verkalkte Stelle.

  • Warmwassertemperatur am Speicheraustritt prüfen, bevor über Enthärtung gesprochen wird
  • Zirkulationspumpe und Rückschlagventil in die Betrachtung einbeziehen, nicht nur die Leitung
  • Bei Fußbodenheizung: Verteiler und Stellantriebe zuerst ansehen, dort sitzen die Verbindungen
  • Erwarteten Wert gegen die Analyse des Versorgers prüfen, nicht gegen einen Erfahrungswert aus dem Nachbarort
04

Warum ist eine feuchte Wand hier oft kein Leck, sondern Kondensat?

Weil in diesem Korridor ein großer Teil des Wohnbestands im Schallschutzprogramm des Frankfurter Flughafens nachträglich abgedichtet wurde — und dicht schließende Fenster ohne angepassten Luftwechsel Feuchte im Raum halten, die sich an der kältesten Fläche niederschlägt.

Die Größenordnung ist belegt: Fraport hat nach der Verordnung über den Lärmschutzbereich vom 13. Oktober 2011 für 24.400 Haushalte baulichen Schallschutz gefördert und dafür rund 28 Millionen Euro ausgezahlt. Die Antragsfrist lief bis zum 12. Oktober 2021.

Der Schimmelleitfaden des Umweltbundesamts benennt die Folge unmissverständlich: Werden bei einer Sanierung dicht schließende Fenster eingebaut, muss intensiver gelüftet werden, um die Raumfeuchte abzuführen. Wärmebrücken bleiben dabei die kalten Stellen, an denen die warme Raumluft zuerst unter den Taupunkt fällt.

Aus unserer Praxis heißt das für die Reihenfolge am Objekt: Erst Oberflächentemperatur und Raumluftfeuchte messen, dann orten. Wer im abgedichteten Bestand sofort mit der Leitungssuche anfängt, sucht in einem Teil der Fälle nach einem Leck, das es nicht gibt.

Aus der Praxis

Ein Kondensatschaden zeigt ein anderes Muster als ein Leitungsschaden: Er sitzt an Außenecken, hinter Möbeln und an Fensterlaibungen, ist im Winter deutlicher als im Sommer und trocknet zwischen zwei Terminen sichtbar ab. Ein Leck kennt keine Jahreszeit.

— Josef Tatousian, Inhaber und ausführender Fachmann
05

Kommt das Wasser im Keller aus der Leitung oder aus dem Grundwasser?

Im Hessischen Ried ist Grundwasser eine ernsthafte Alternativerklärung: Das Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie dokumentiert für den April 2001 Vernässungsschäden an mehreren Hundert Gebäuden — nach dem höchsten Grundwasserstand seit 40 Jahren.

Die Unterscheidung ist nicht akademisch, sie entscheidet über die Zuständigkeit. Leitungswasser ist ein versichertes Ereignis der Wohngebäudeversicherung; eindringendes Grundwasser ist kein Leitungswasser, und ob es überhaupt gedeckt ist, hängt an der Elementarschadendeckung Ihres Vertrags.

Messbar trennen lassen sich die beiden Fälle über den Wasserzähler, die Verteilung der Feuchte an der Kellerwand und den Verlauf über die Zeit. Grundwasser steigt von unten und folgt dem Pegel, Leitungswasser folgt der Leitung.

Als Bemessungsgröße gilt der höchste aus langjähriger Beobachtung ermittelte Grundwasserstand. Das Landesamt nennt dafür die Regel, den Bemessungswasserstand mindestens 300 Millimeter unter die Unterkante der Kellersohle zu legen. Betroffen waren in den Spitzenjahren die Keller, deren Sohle unter dem höchsten gemessenen Stand lag.

SpitzenjahrEinordnung des Landesamts
April 1957höchster Stand seit Beginn der Beobachtung 1950
April 1988höchste Stände in Rheinnähe nach langem Hochwasser
April 2001höchstes Niveau seit 40 Jahren, mehrere Hundert Gebäude betroffen
Februar 2003Spitze im Süden des Rieds, Raum Lampertheim

Aus der Praxis

Seit 1989 wird im Ried aufbereitetes Rheinwasser infiltriert, um extreme Absenkungen zu vermeiden. Für Abschaltwerte gilt: Die Infiltration wird gestoppt, bevor Vernässungsschäden entstehen. Ein nasser Keller ist deshalb kein Argument gegen die Ortung, sondern ein Grund, sie sauber gegen den Pegel abzugrenzen.

— Josef Tatousian, Inhaber und ausführender Fachmann
06

Wie läuft ein Ortungstermin in Groß-Gerau, Kelsterbach oder Flörsheim ab?

In drei Schritten: Zulauf sichern, Ursache messtechnisch eingrenzen, Ergebnis mit Messwerten dokumentieren — das Öffnen des Bauteils und die Reparatur übernimmt danach ein Sanitär- oder Sanierungsbetrieb.

Wer nach Leckortung oder Leckageortung in Groß-Gerau sucht, meint meistens denselben Vorgang; beide Schreibweisen sind gebräuchlich. Gemeint ist die zerstörungsfreie Eingrenzung der Fehlstelle, bevor Estrich oder Wand geöffnet werden.

Wir kombinieren dabei in der Regel zwei bis drei Verfahren, weil jedes einen blinden Fleck hat: Thermografie braucht eine Temperaturdifferenz, Akustik einen ausreichenden Druck, Tracergas eine entleerbare Leitung.

Das Ergebnis geht als Bericht mit Messwerten und Bildern an Sie und, wenn Sie das wünschen, direkt an Ihre Versicherung. Damit steht in der Regulierung eine belegte Ursache und keine Vermutung.

Häufige Fragen

Kurze, direkte Antworten auf Fragen, die im Text oben nicht schon beantwortet sind.

Kommen Sie auch nach Kelsterbach und Raunheim, obwohl das schon Kreis Groß-Gerau ist?
Ja. Der gesamte Korridor zwischen Flörsheim, Kelsterbach und Groß-Gerau liegt im regulären Einsatzgebiet. Die Kreisgrenze spielt für die Anfahrt keine Rolle, für die Wasserhärte ohnehin nicht — sie ist beidseits der Grenze dieselbe.
Mein Keller ist feucht, aber der Wasserzähler steht still. Lohnt eine Ortung?
Ein stehender Zähler spricht gegen ein Leck in der Trinkwasserleitung, aber nicht gegen einen Schaden im Heizkreis, im Abwasser oder gegen eindringendes Grundwasser. Im Ried ist die dritte Möglichkeit real. Die Ortung klärt, welche der drei es ist — und das ist die Information, die die Versicherung braucht.
Ich habe Schallschutzfenster über das Fraport-Programm bekommen. Kann das mit der feuchten Wand zusammenhängen?
Es kann. Dicht schließende Fenster senken den unkontrollierten Luftwechsel, und die Raumfeuchte, die früher durch Undichtigkeiten entwichen ist, schlägt sich an der kältesten Fläche nieder. Wir messen deshalb Oberflächentemperatur und Raumluftfeuchte, bevor wir die Leitung verdächtigen.
Wie hart ist das Wasser bei mir genau?
Für Kelsterbach und Flörsheim sind 19,0 Grad deutscher Härte durch Analysen der Versorger belegt, für Groß-Gerau, Trebur, Nauheim und Büttelborn rund 17 Grad. Für Raunheim und Bischofsheim fragen Sie den Versorger bitte für Ihre Adresse ab — die Werte auf Verzeichnisseiten widersprechen sich.
Stemmen Sie selbst auf?
Nein. Wir orten, dokumentieren und trocknen. Aufstemmen, Rohrtausch und Wiederherstellung führt ein Kooperationsbetrieb aus und rechnet direkt mit Ihnen oder Ihrer Versicherung ab. Diese Trennung hält die Ortung neutral.

Quellen

  1. [1]Trinkwasseranalyse August 2025, Analysenbericht 202523604, Probenahme 26.06.2025Stadt Kelsterbach / Hessenwasser GmbH & Co. KG, Zentrallabor Darmstadt
  2. [2]Informationen zum Flörsheimer Trinkwasser, Auszug aus der Analyse des Institut Fresenius vom 01.11.2022Stadt Flörsheim am Main
  3. [3]Wasserinhaltsstoffe und Härtebereich, Versorgungsgebiet Groß-Gerau, Trebur, Büttelborn, NauheimWasserwerk Gerauer Land
  4. [4]Infoblatt Wasserhärte im Trinkwasser, Ausgabe 12.2023Stadtwerke Mörfelden-Walldorf
  5. [5]Passives Schallschutzprogramm — geförderte Haushalte und ausgezahlte MittelFraport AG
  6. [6]Höchste Grundwasserstände im Hessischen Ried als Bemessung für BauwerkeHessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG)
  7. [7]Leitfaden zur Vorbeugung, Erfassung und Sanierung von Schimmelbefall in GebäudenUmweltbundesamt

Passt dazu

Diese Beiträge behandeln dieselbe Schadensart aus einem anderen Blickwinkel:

Anrufen0174 63 53 751